Oliven pflücken, selber einlegen und scheitern

Ach wie schön ist es doch, wieder im Heimathafen zu sein.
Irgendwie ist es immer wie "Nach Hause kommen".
Eine gute Woche verbringen wir noch in Roda und besuchen auch einen Olivenhain.

Vorab aber haben wir noch einige Dinge für die Wintersaison vorzubereiten.

Wir lösen die Ankerkette, markieren sie alle 5 Meter  neu und bringen sie mit der anderen Seite  wieder an.

Nun können auch die Kettenglieder mal zum Einsatz kommen, die sonst im Ankerkasten verbleiben.

Unsere Genua, das Vorsegel können wir mit unserem neu eingezogenen zweiten Arbeitsfall ohne große Mühe von Bord bringen.

Nachdem auf der LA PRIMERA soweit alles erledigt ist, folgen wir einer  Einladung zum Olivenpflücken.

Jordi, der Chef unserer Marineros, (und EIN heimlicher Favorit vom nautischen Offizier  ..., neben natürlich Alex, José- Luis, Amaro, David, Ramon... 😉) berichtete uns davon, dass seine Familie im Landesinneren einen Olivenhain besitzt und dort ihr eigenes Olivenöl herstellt.

Mit diesem Öl bevorraten wir uns  immer bei unserer Abfahrt nach Deutschland.

Nun wollen wir bei der Ernte gerne mal dabei sein. 

Gesagt,  getan.

 

Wir werden bereits erwartet.

 

Einen ersten Einblick erhalten wir gleich zu Beginn.

Die Oliven werden nach der Ernte  von Zweigen und  restlichem Laub getrennt, bevor sie dann  in die Ölpresse gelangen.

Jordis Bruder bedient die schweren und lauten Maschinen.

 

Aber nun erstmal zurück zum Anfang:

 

"La Chefa", Montse, die gute Seele des Hauses und Mutter der Brüder erzählt uns, wie ihr Mann und sie vor vielen, vielen  Jahren die mehr als 2000 Oliven per Hand gepflanzt haben.

 

Sie ist auch diejenige, die einen Großteil der Oliven per Hand pflückt.

Hierbei kommt  neben einem Kamm  auch ein elektrischer Olivenrechen zum Einsatz.

Sieht einfach aus,  geht aber ordentlich in die Arme. 💪

Der Olivenbaumrüttler  ist eine Neuanschaffung,   dessen Effektivität  sich in nächster Zeit erst einmal unter Beweis stellen muss.

 

Unter dem Baum wird ein großes Netz aufgespannt, hier werden die Oliven aufgefangen und dann in die großen Behälter zum Abtransport gebracht.

 

Jordi zeigt uns  bei einer Tour mit dem für das Gelände passende Gefährt die Weite des Olivenhains, bevor es dann zurück an den Ort des Geschehens geht.

Wir können den ganzen Prozess des Olivenölpressens verfolgen.

Auch eine Verkostung des frischgezapften  und im Vergleich dazu des bereits abgefüllten Öles dürfen wir vornehmen, erst per Nase, dann am Gaumen.

Wir verabschieden uns und bekommen noch ein paar Zutaten und unsere gepflückten Oliven zum "Selber einlegen" mit.

An Bord macht sich der nautische Offizier auch gleich an die Arbeit.

Voller Stolz schicken wir diese Bilder an Jordi, der auch seiner Mutter gleich davon berichtet.

Nur leider war der nautische Offizier zu schnell.

All die Zutaten hätten noch gar nicht verarbeitet werden dürfen. Erst müssen die Oliven einige Tage wässern. So ein M...!

Alles wieder abgießen und neu beginnen.

In Salzwasser eingelegt, nehmen wir alles mit nach Hause und versuchen es erneut.

Dann kommen die wohlriechenden Zutaten erneut zum Einsatz und wieder muss einige Wochen gewartet werden.

Was dann passiert, ist ärgerlich.

Um es zusätzlich luftdicht zu verschließen, gibt der nautische Offizier auf die oberste Schicht neben einem Schuss Olivenöl als Abschluss ein Blatt Backpapier.

Dies ist vermutlich der Grund, dass die Oliven Schimmel ansetzen und letzten Endes leider entsorgt werden müssen.

Schade, dennoch sind wir dankbar, dass wir eine Olivenernte  mal live erleben konnten und vielleicht gibt es ja ein Wiedersehen.

Dann ist für uns die Segel-Saison 2022 beendet.

Wir genießen noch ein letztes Mal  den Sonnenuntergang im Cockpit bevor  es zurück nach  Deutschland geht.

Auf unserem Weg nach Hause legen wir noch einen Zwischenstopp bei unseren Freunden Astrid und Jörg von der JAMS ein.

Hier sind wir zum leckeren Abendessen eingeladen und feiern in Astrids Geburtstag rein.

 

Im März 2023 machen wir uns  wieder auf nach Roda.

Da kommt die LA PRIMERA  in die Werft, um das Ruderlager zu tauschen und die alljährlichen Wartungsarbeiten zu erledigen.

Hiermit verabschieden wir uns, sagen Danke an all unsere treuen Leser und freuen uns, dass Ihr Euch Zeit genommen habt, auch etwas zu unseren Berichten zu schreiben.

Bleibt gesund, bis zum nächsten Mal.

 

Alles Liebe wünschen Euch

 

Thomas und Angelika.

 

 

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