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Neues Rigg, neues Glück...

 Baum, Mast und Rigg sind nun gestellt und zusammenfassend können wir sagen:

 

 Die Abwicklung lief in Kombination mit unserer Versicherung Pantaenius und Fastmast ohne nennenswerte Komplikationen ab, so dass wir uns nun wieder gut gerüstet und mit einer riggmäßig komplett neuen Ausstattung incl. aktivem Radar und aller erforderlichen Leinen und Fallen auf unsere Fahrt Richtung Sardinien aufmachen können.

 

 Alles für die Fahrt Nötige holen wir aus unserem Panol und bringen es an Bord.

 Dummerweise prüfen wir den Motor des Beibootes und den Generator erst einen Tag vor unserer Abfahrt, um dann festzustellen: uups, die laufen ja gar nicht rund.

 Clemente, der „Mechaniker unseres Vertrauens“ in Roda, wenn es um Motoren geht, muss sich das noch einmal genauer anschauen.

 Wir wissen nicht, ob das alles noch rechtzeitig vor unserer gedachten Abreise klappt, aber dann ist es so weit und wir können am frühen Nachmittag Ende April Richtung  Zwischenstopp Menorca starten.

 

 Anfangs unter Segel fahrend, schläft dann später der Wind ein und wir motoren. Aber unsere LA PRIMERA läuft super mit frischem Antifouling und so gut poliert. Wir machen ganz entspannt unsere 6 Knoten Fahrt.

 Kurz hinter Roda beobachten wir großes „Gemetzel“ im Wasser. Thunfische oder andere größere Fische lassen das Wasser „brodeln“.

 Die Angel des Skippers ist zwar seit Abfahrt fangbereit in der Halterung angebracht, diesmal beißt aber kein Fisch an.

 Kurze Zeit später begleiten uns spielfreudige und neugierige Delphine und lassen sich am Bug durch den Fahrtstrudel den Rücken kraulen.

 

Na da hat der Skipper ja das volle Programm zur Freude des nautischen Offiziers aufgefahren.

 Nach unserem Abendessen an Bord  passiert dann etwas Einmaliges!

 Der nautische Offizier kommt an Deck, während der Skipper am Heck die noch nicht ganz gut sitzenden Ballonfender positioniert.

 Mit offenem Mund, staunenden Augen und auf das hinter uns liegende Wasser zeigend, flüstert der nautische Offizier: hast du DAS gesehen?

 

Ein Wal…

 

 … kreuzt knappe 20 Meter hinter uns unsere Spur. Sein Blas lässt den nautischen Offizier aufmerksam werden, der massige dunkle Körper taucht auf, liegt wie ein U-Boot quer hinter uns und taucht dann ab, mit einem, für uns nur aus Filmen oder Dokumentationen bekannten, Walgesang.

 

Gigantisch!!!

 

Vor lauter Aufregung drückt der nautische Offizier natürlich auf der Handykamera den falschen Auslöserknopf.  So ein Ärger!

 Daher gibt es nur Aufnahmen aus etwas weiterer Entfernung, als der Wal abermals auftaucht, um sich dann endgültig zu verabschieden.

 Ob man so etwas wohl noch einmal erleben wird? Einfach spektakulär und dem nautischen Offizier werden diese Bilder immer im Kopf bleiben!

 

Langsam neigt sich der Tag dem Ende und wir bereiten uns vor, das Segel einzuholen.

 

Der Skipper möchte gerne noch das Fall (hiermit wird das Segel am Mast hochgezogen) des Hauptsegels etwas höher ziehen, da das Segel einige Falten schlägt.

 Leider sackt das Fall immer mehr und das Segel hängt damit bereits etwas unterhalb des Baumes. Somit ist es nicht mehr einzurollen. Toll, und das so kurz vor Sonnenuntergang!

Um es kurz zu machen, der Skipper weiß sich zu helfen. Irgendwie passt das Segel nach einer Weile wieder in die Nut und damit in die Rollanlage im Mast und alles läuft wie am Schnürchen.

 

 

 Wachwechsel während der Fahrt erfolgt wie während unserer Rückfahrt von Korsika zum spanischen Festland, immer im Wechsel, je nachdem, wer müde ist. Das funktioniert. Und so erreichen wir nach nur 22 Stunden Fahrt die Nordküste Menorcas...

 

 ... und ankern in der uns bereits bekannten Bucht Cala Algaiarens.

 

 Am nächsten Tag reparieren wir ein Leck an unserer Warmwasserleitung, kürzen den Schlauch, erneuern die Schellen und nehmen Kurs Richtung Mahón. Dort wollen wir den aufkommenden Mistral abwettern, bevor es weiter gen Sardinien geht.

 

Vor Mahón legen wir noch eine Übernachtung in der Bucht Cala en Brut ein und erkunden auf unserem weiteren Weg unter Segel die Gegend um Es Grau mit den vielen Ankermöglichkeiten.

Platz ist hier zumindest außerhalb der Saison reichlich vorhanden...

 

Im leichten Regen erreichen wir unseren Hafen, die Marina Mahón, tanken erstmal für unsere Überfahrt auf und machen dann am Liegeplatz für die nächsten 4-5 Übernachtungen fest.

 Nach den jetzigen Windvorhersagen soll es am Sonntag oder Montag nach Sardinien weitergehen.

 Von dort gibt es dann wieder neue Berichte.

Bleibt gespannt!

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Kommentare: 1
  • #1

    Petra und Matthias (Montag, 09 Mai 2022 20:42)

    Endlich geht es wieder los . Haben schon gewartet das die Sasion 2022 startet . Euch eine schöne Zeit und wir schauen des öfteren mal hier vorbei !! � Der Anfang war ja schon sehr interessant !! Und bleibt Gesund !